Donnerstag, 1. Oktober 2015

[Fotografie] Sued-Indien: Gingee-Trip

Nach ueber einer Woche in Pondy, beschlossen wir am 02. August 2015 einen Ausflug nach Gingee zu machen, wie uns unsere Lehrer nahegelegt hatten.
Mir kam dieser Ausflug gerade recht, da ich einen leichten Pondy-Lagerkoller erlitt und mich sehr nach etwas "gruen" gesehnt hatte. Unglaublich aber wahr: So einfach bekommt man das in Indien nicht.
Wir trafen uns frueh um acht an der Bushaltestelle in Pondy, bis alle da waren, war es halb neun und so fuhren wir gen Nirgendwo mit dem Bus. Wir nannten den Bus "Party-Bus", weil dort laute, indische Musik gespielt wurde, was irgendwie Stimmung bei uns ausgeloest hat, waehrend wir haeuprig und manchmal bedrohlich zur Neige fahrend (wegen massiver Schlagloecher) durch die Gegend tuckerten. 
Mittags kamen wir schliesslich in Gingee an. Ich hatte dort einen leichten Kulturschock, weil wir direkt von diversen Frauen und Kindern angebettelt wurden und es sehr ueberfuellt und dreckig daherkam. Deshalb nichts wie weg zum Fort! Wir nahmen zwei Motorikshas, wo wir uns jeweils zu viert reingequetscht haben und fuhren weiter ausserhalb. Wie man den Fotos entnehmen kann, waren wir sehr beeindruckt von und voller Vorfreude auf das Erklimmen der Huegel.
Ich sollte nochmal betonen, dass wir mittags ankamen. In Indien bedeutet Mittag (wie in den meisten Laendern auch): Todesstrahlhitze. Aber wir wagemutigen Helden der TSS (Tamil Summer School) wagten es und machten uns daran, ueber uns selbst hinaus zu wachsen und der Hitze zu trotzen. Es hatte dann schon an die 40 Grad. 
Ein Highlight waehrend des Ausfluges waren natuerlich die Affen. Falls eine der abgebildeten Personen nicht damit einverstanden ist, bitte Bescheid geben. :) Aber ein paar Bilder sind zu gut, als dass man sie vorenthalten koennte, beschreiben sie doch optimal die wunderbare Stimmung.
Fuer den Aufstieg haben wir ca zwei Stunden gebraucht (eigentlich sollte man das innerhalb von einer dreiviertel Stunde schaffen, waaaat) und als wir oben waren, wollten wir auch nicht mehr hinunter, verbrachten also den Nachmittag auf dem Fort. Dort waren auch viele weitere Inder (quasi keine "weissen" Touristen), weil es anscheinend ein intern in Indien beliebtes Ausflugsziel ist, was wir als sehr angenehm empfanden. Und auch die Inder hatten so ihre Ausdauerschwierigkeiten beim Erklimmen.
Bevor wir zurueckkehrten, schauten wir noch im Venkataramanaswami Tempel vorbei, der einige hundert Jahre auf dem Buckel hat. Dort hat es mir sehr gut gefallen, ich fand die Anlage faszinierend und habe die Ruhe genossen. Der Tempel wird eigentlich nicht mehr betrieben, aber aus traditionellen\touristischen Zwecken gab es doch noch ein paar Priester, die einige Pujas ausfuehren. Wir wurden dort in die Kammer der Goetter gefuehert, die sehr finster und sehr heiss war. Ich habe in meinem Leben wohl noch nie so viel geschwitzt, wie an diesem Tag! Aber war dann so erfreut, als wir in die Kammer traten und dann von den Priestern gesegnet wurden. Ich hatte also meinen ersten Bindi (oder hier im Sueden: muTTa) erhalten, der leider aufgrund des Schweissflusses ziemlich schnell zerlaufen ist. Ich konnte auch keine ansehnlichen Selfies machen, weil ich die Augen nicht mehr offen halten konnte. Die Sonne hat mich fertig gemacht.
Nach einer sehr abenteuerlichen Rueckfahrt in einem ueberfuellten Bus, erst eine Weile in der offenen Tuer sitzend und einen lauten von Knallkoerpern erzeugten Knall ueberlebend, kamen wir abends zwischen sieben und acht wieder in Pondy an.
Erschoepft, teilweise mit von der Sonne geroeteter Haut, aber zufrieden und zutiefst beeindruckt.


























































































































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