Montag, 29. September 2014

Ein Traum II

Ich schreibe einen Brief. Handschriftlich. Der Stift fährt über das Papier, verschlungene Linien bilden Buchstaben, Buchstaben bilden Worte und Worte Sätze. Sätze, die einer Semantik folgen.
Der Blick schweift ab von der linken, schreibenden Hand. Es stehen viele Menschen um mich herum, während ich an diesem Tisch sitze und schreibe und schreibe und das karierte Papier mit schwarzen Buchstaben fülle. Sie reden und irgendwie nehme ich einen gewissen Lärmpegel wahr.
Links neben mir steht jemand, ich kann ihn nicht genau identifzieren, aber an ihn ist der Brief gerichtet. Vor mir steht auch jemand. Er fragt: "Chrissi, wieso zum Teufel schreibst du einen Brief an ihn? Er steht doch direkt neben dir, das ist doch total sinnlos, du kannst ihm das doch auch sagen?!", mehr verärgert als neugierig. "Ja Chrissi, wieso eigentlich?", stimmt der Adressat des Briefes ihm zu. Und dann plötzlich, sind mir alle zu nah. Sie stehen sehr dicht bei mir. Ich bin wütend. Verzweifelt. Schaue nur auf die geschriebenen Wörter, bis mir ein bestimmter Satz ins Auge sticht. Die Sicht verschleiert von Tränen, sage ich, immer noch meinen Blick auf die Zeilen gerichtet: "Weil ich verdammt noch mal mit NIEMANDEM DARÜBER REDEN KANN, WEIL ES NIEMAND HÖRT UND VIELLEICHT SIEHT MAN ES SO WENIGSTENS, DAMIT ES FESTGEHALTEN IST!!!"
Die Szene verschwimmt in einem Strudel und löst sich auf.
Nur noch die Wörter bleiben zurück.

"Ich bin traurig. Hilf mir."

Dienstag, 17. Juni 2014

[Random] Ein Traum.

Am Einprägsamsten war wohl das Lächeln.
Dieses wissende Lächeln der Eingeschworenheit.
Du gehörst zu mir.
Wir gehören zusammen.
Und dann der Gedanke: Wenn ich mich anders entschieden,
anders verhalten hätte, dann wäre es jetzt so.
Dann wäre alles in Ordnung.
Zu diesem Zeitpunkt ist es Januar.
Aber das jetzt ist Juni.
Ich wusste in diesem Moment, dass es nicht wirklich
ist, nicht real.
Bittersüss, sich trotzdem in diese Fantasie geflüchtet
zu haben, eine Alternative gesehen zu haben, mit der
Gewissheit, dass es SO nicht ist.
Dieser Gedanke war ständig präsent.
Und doch.
Wir sassen nicht nebeneinander, und doch sagte der
Blick, das Lächeln, dass die Verbindung trotzdem
da ist.
Er gab mir einen Platz.
Und das war das positivste und schönste Gefühl,
was ich seither hatte, obwohl es surreal war.
Bevor der Winter kam und geblieben ist.